Kunstuni Linz

Wettbewerb 2009
Auslober BIG Bundesimmobiliengesellschaft

Die neoklassizistischen Monumentalbauten der nationalsozialistischen Ära spiegeln in ihrem Erscheinungsbild die Inhalte dieser Zeit. Man vermisst städtebauliche Innovationen ebenso wie man räumliche und architektonische Qualitäten vergeblich sucht.
Zur Implementierung neuer solcher Qualitäten in den Kernbereichen der beiden Gebäude wird eine Korrektur des statischen Systems vorgeschlagen, welche im Querschnitt sichtbar wird:
Eine der Mittelmauern, die derzeit auf der Decke über dem Erdgeschoss abgefangen wird, soll nach außen über die innere Arkadenwand verschoben werden, sodass vom 1. Obergeschoss bis zum Dach ein offener, Licht durchfluteter Zentralraum entsteht, der als Erschließungs- und Kommunikationszone, als Ausstellungsbereich ebenso wie als aktiv bespielbarer Raum für die Nutzer dienen soll.
In diesem Zentralraum gibt es eine neue innere Fassade, die selbstbewusst in Erscheinung tritt und die weitgehend mit der unveränderbaren Außenhaut zur Stadt kontrastiert. Nach außen öffnet sich dieser innere Zentralraum durch große Fensteröffnungen in den mittleren Geschossen der Fassaden zum Hauptplatz und an zwei kleineren Erkern zur Donau.
Die Lichtführung in den Innenräumen ist der wichtigste Entwurfsgedanke: So wird der Zentralraum von oben belichtet, die angrenzenden Funktionsräume über die neue innere Fassade, sowie über Oberlichter.
Durch die Unmöglichkeit einer festen Verbindung der beiden Trakte oberirdisch wird eine mobile Verbindung als Seilbahn im 2. Obergeschoss vorgeschlagen. Die Kabine wechselt in ca. 10 Sekunden die Seiten und tritt zudem als Werbeträger und Attraktion in Erscheinung.